Keine Inhaberaktien mehr für die bulgarischen Gesellschaften

Ab dem 23. Oktober 2018 dürfen die Aktien der bulgarischen Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften mit Aktien nur noch Namensaktien, d.h. ausgestellt auf den Namen einer bestimmten natürlichen oder juristischen Person, und keine Inhaberaktien mehr sein.

Die Änderung wurde in Verbindung mit der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung eingeführt.

Innerhalb von neun Monaten, die am 23. Juli 2019 auslaufen, müssen alle Gesellschaften, welche Inhaberaktien oder Zwischenscheine für solche Aktien ausgestellt haben:

  • ihre Satzung insofern ändern, indem sie vorsehen, dass ihre Aktien nur noch Namensaktien sein dürfen,
  • die ausgestellten Inhaberaktien oder Zwischenscheine solcher Aktien durch Namensaktien ersetzen,
  • anfangen ein Aktienregister zu führen,
  • ihre geänderten Satzungen im Handelsregister eintragen lassen indem sie dem Antrag einen beglaubigten Auszugs aus ihrem Aktienregister beilegen.

Für den Fall, dass ein Aktionär seine Inhaberaktien/ Zwischenscheine solcher Aktien zum Umtausch nicht vorlegt, werden seine Aktien von der Gesellschaft annulliert. Der Aktionär ist berechtigt ihren Geldbetrag in der Höhe seiner Bareinlage von der Gesellschaft zu beantragen.

Gesellschaften, die ihren Verpflichtungen nicht fristgemäß nachkommen, werden vom Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Sollten Sie Hilfe bei der Vorbereitung Ihrer Gesellschaft und beim Einreichen der erforderlichen Unterlagen benötigen, werden wir uns freuen Ihnen behilflich zu sein.